Sonntagskiosk: NZZ mit neuem Layout und ihr Chefredaktor meint, die Zukunft der Zeitung habe grad begonnen; Blick warnt vor Radarfallen, Sonntagszeitung sagt 1 : 12 – Niederlage voraus und Schweiz am Sonntag meldet, dass ein Schweizer Labor «mutmassliche» syrische Giftgasproben untersucht

Die NZZ am Sonntag erscheint heute mit neuem Layout und Chefredaktor Felix E. Müller verkündet gleichzeitig, dass die Zukunft der Zeitung grad begonnen habe. Das Layout ist auf den ersten Eindruck klassischer, zurückhaltenden und  mit vielen Magazinelementen versehen. Kleinere Titel und Bilder räumen dem Text mehr Platz ein; die NZZ am Sonntag wird, wie ihr Chefredaktor ja auch im «Persönlich-Interview» angekündigt hat, noch hintergründiger.

Einen Scoop landet die Schweiz am Sonntag mit ihrem Bericht, dass «mutmassliche» syrische Giftgasproben im ABC-Labor in Spiez untersucht würden. Der Bericht gründe auf «zuverlässigen Informationen».

Und dann haben wir noch im «Magazin» folgenden Satz gelesen: «Manchmal sind Zahlen, die in der rechten Spalte der Speisekarte stehen, selbst für Menschen ein Schock, die geübt sind, hohe Rechnungen zu bezahlen.»  Das übersetzen wir für den geneigten Leser wie folgt: «Es gibt teure Restaurants».

Nun wüssten wir allzu gerne, lieber Jürg Acklin, wie Sie dieses „Problem“ gelöst haben damals…

Der Autor und Pyschoanalytiker Jürg Acklin schreibt im „Magazin“, und damit liegt er ganz im Trend, über den hierzulande herrschend sollenden „salonfähig gewordenen Rechtspopulismus“. Vor allem aber kündigt er sein Buch („Wohin treibt die Schweiz“).   Acklin blicke darin „in die Seele unseres Landes“ (Magazin). In seinem sehr ausführlichen Aufsatz beschreibt er seine Regungen aufs deutlichste. erinnert sich dabei an dies und das aus seiner Jugend. An eines aber – und das fällt dann auf – erinnert er sich nicht mehr so genau: Warum er einen Freund fallen liess, um einer renommierten Jugendgruppe beitreten zu können.