Sonntagskiosk: NZZ mit neuem Layout und ihr Chefredaktor meint, die Zukunft der Zeitung habe grad begonnen; Blick warnt vor Radarfallen, Sonntagszeitung sagt 1 : 12 – Niederlage voraus und Schweiz am Sonntag meldet, dass ein Schweizer Labor «mutmassliche» syrische Giftgasproben untersucht

Die NZZ am Sonntag erscheint heute mit neuem Layout und Chefredaktor Felix E. Müller verkündet gleichzeitig, dass die Zukunft der Zeitung grad begonnen habe. Das Layout ist auf den ersten Eindruck klassischer, zurückhaltenden und  mit vielen Magazinelementen versehen. Kleinere Titel und Bilder räumen dem Text mehr Platz ein; die NZZ am Sonntag wird, wie ihr Chefredaktor ja auch im «Persönlich-Interview» angekündigt hat, noch hintergründiger.

Einen Scoop landet die Schweiz am Sonntag mit ihrem Bericht, dass «mutmassliche» syrische Giftgasproben im ABC-Labor in Spiez untersucht würden. Der Bericht gründe auf «zuverlässigen Informationen».

Und dann haben wir noch im «Magazin» folgenden Satz gelesen: «Manchmal sind Zahlen, die in der rechten Spalte der Speisekarte stehen, selbst für Menschen ein Schock, die geübt sind, hohe Rechnungen zu bezahlen.»  Das übersetzen wir für den geneigten Leser wie folgt: «Es gibt teure Restaurants».

Gedenkfeier auf dem Friedhof von Proshian: Verwandte und Freunde versammeln sich am Grab von Hratsch Muradian, der 50. geworden wäre…

Armenische Familien und Freunde versammeln sich jeweils am Todes- und am Geburtstag am Grab der Verstorbenen. Vergangene Woche fanden sich rund 200 Personen am Grab von Hratsch Muradian ein, der am 2. April ermordet wurde. Er wäre 50 geworden.

Muradian war Bürgermeister in Proshian – noch sind die Hintergründe des Attentates nicht aufgeklärt. Eine Reportage wird folgen.

Aus meinem Archiv: Dreharbeiten in der Mongolei (1986) für einen 45minütigen Dokumentarfilm

Mit dem Schaffhauser Fotografen Max Baumann, der Kamerafrau Charlotte Eichhorn (Schweizer Fernsehen) und rechts neben mir Levante Paal (Technik und alles andere). Aufnahme: Marie-Christine Neininger.

Der Film war eine Koproduktion mit dem Mongolischen Fernsehen in Ulan Bator – aber das ist eine andere Geschichte. Und so ganz nebenbei entstand noch ein Buch über die Mongolei, das längst vergriffen ist.