NZZ a Sonntag: Sie sind nicht allein…

Sonntag: Was macht nun Vasella im Kloster

Sonntagszeitung oder neuer Job für Carla del Ponte

Und die Sonntagszeitung recherchierte (unter anderem) erfolgreich bei der Post.

Sonntagsblick: Kachelmann, Missbrauch, Abzocker, CVP und eine Buss für Widmer Schlumpf

Der Sonntagsblick macht mit Kachelmann auf und – warum nur – vergisst, die Möglichkeitsform anzuwenden. Noch steht ja Behauptung gegen Behauptung und man kann wohl nicht schreiben, „weil eine Waffe im Spiel war.“

Teil I: Bei der Lektüre der Sonntagszeitungen: Gesetzte Themen sind Missbrauch, Abzocker, FDP wie weiter, Libyen Affäre und Kachelmann

Für einmal sind die Themen bei allen (ungefähr) gleich: Die Abzocker-Debatte, der Missbrauch von Jugendlichen (in der katholischen Kirche und darüber hinaus), die politische Zukunft der FDP, die Libyen-Affäre und natürlich Jörg Kachelmann. Die NZZ am Sonntag publizierte ein erhellendes Interview mit dem deutschen Aussenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle (auch) über die Schweiz. Und ein – kleiner – Scoop im Blick: Bundesrätin Widmer Schlumpf bekam eine Parkbusse, die sie aus der eigenen Tasche bezahlte. SRG-Generaldirektor Armin Walpen und sein Dienstwagen scheinen noch immer eine Geschichte Wert.

Ansonsten ist heute für spannende Lektüre gesorgt, hier nun der erste Teil der kleinen Presseschau. (Schluss folgt heute Abend).

FAZ: Vorbildlich das Thema erweitert

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung geht das Missbrauchsthema vorbildlich an: während sich die anderen – ausser der NZZ – noch mit den Missbräuchen in der katholischen Kirche beschäftigen, beschreibt das Blatt die Missbräuche in der Odenwald – Schule, in den DDR-Internaten und auch in Sportvereinen. Und mit der letzten Geschichte beginnt der Sportteil.

So ist die FAZ am Sonntag den anderen eine Artikellänge, mindestens, voraus.

Der Bericht über die Schweiz (ganzseitig) ist sachlich und kompetent.

Blick Magazin: Grosse Reportagen

Zum Hort grosser Reportagen wird das Magazin des Blick, gut aufgemacht und oft auch sehr gut geschrieben. Schlusspunkt setzt auch diesmal Frank A. Meyer mit seiner Behauptung, Schweizer seien „kulturell Deutsche.“

Der Sonntag: Und wieder ein paar Scoops

Wieder gelingt es der Sonntagszeitung mit der schlanksten Redaktion, einige Scoops zu publizieren. Hier eine Seite mit Exklusivnachrichten.

NZZ am Sonntag begräbt den Euro

Die NZZ am Sonntag macht mit dem Zwist zwischen Maurer und Calmy – Rey auf. Un hat, wie üblich die beste Auslandberichterstattung, Westerwelles Abstieg, die Gesundheitsreform Obamas und Griechenland sind einige Themen. Daneben der Streit Isareal/USA und Tschechien.

Sonntagsblick: Des Chefredaktors Leiden an der katholischen Kirche…

Im Sonntagsblick outet sich Chefredaktor Hannes Britschgi als Missbrauchsopfer und der Abt des Klosters Einsiedeln, Martin Werlen, fordert eine „schwarze Liste für Pädo-Priester.“ Er hatte ja schon bei „Zehn vor Zehn“ bereitwillig zum Thema Auskunft gegeben. Wessen Idee war das nun? Der Sonntag schreibt, die Idee der schwarzen Liste stamme von CVP-Präsident Darbellay und Generalvikar Roland Bernhard Trauffer wolle das unterstützen.

Boulevardgeschichten (unter anderem vom tragischen Bootsunglück auf dem Vierwaldstättersee) und der Vowurf, beim Fussballspiel GC – Sion sei gemogelt worden, runden das Angebot ab. Kein Kommentar von Frank A. Meyer zum Bericht: „Deutschland macht den Euro kaputt.“

Dafür dann im Magazin, das auch diesmal lesenswert ist. Dort sagt Frank A. Meyer, die Schweizer seien „also kulturell Deutsche.“

Was mir auffiel: Adolf Muschg oder was will uns der Dichter sagen?

„Ich habe aber auch keinen vernünftigen Zweifel daran, dass „Missbrauch“ das letzte Wort ist, das zu seiner Praxis als Lehrer passt.“ Das schreibt Adolf Muschg im heutigen „Tages Anzeiger“.

Auch Dichter vermeiden Sprachwulst nicht, wenigstens nicht immer… übersetzen wir doch mal den Satz, das geht dann so: „Ich zweifle nicht daran, dass er niemanden missbraucht hat.“

Bei der Lektüre der Sonntagszeitungen oder vom Umgang mit der Konkurrenz

Hauptthemen sind heute die Abzocker-Debatte, die „Weissgeldstrategie“ des Freisinns und die Katholische Kirche; und – das auch – Widmer Schlumpfs Personalpolitik. Ringier stellt seinen Newsroom ins Zentrum (wer hat’s erfunden: Trüb oder Meyer?) und in der Sonntagszeitung schreibt Hanspeter Bürgin über die Konkurrenz (und zitiert dabei auch mich). Leider war der „Sonntag“ nicht mehr erhältlich. Die FAZ brilliert mit einem grossartigen Feuilleton.

Die FAZ am Sonntag…

Wer kann das alles lesen? Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung liefert – einmal mehr – eine Fülle von Themen/Berichten/Kommentaren und stellt die Kernfrage ob Westerwelle kritisiert werde, weil er homosexuell sei.

Hier Auszüge…

NZZ am Sonntag oder 75 Prozent schlafen mit ihrem Iphone (ein)

Die NZZ am Sonntag bot heute spannende Lektüre: Von Facebook (und Social Media ganz allgemein) über die Missbrauchsdebatte bis zum Lehrermangel. Aber auch den skurrilsten Lead: „Mit keiner Maschine lebt der Mensch schon so lange zusammen wie mit seinem Kühlschrank.“  Was uns ganz besonders gefiel: Das Bild zur Sterbehilfe. Und der Artikel zur Iphone-Sucht:  75 Prozent aller Iphone Besitzer nehmen das Ding mit ins Bett.

Magazin und Sonntagsblick: In eigener Sache oder wer hat den Newsroom erfunden?

Ringier präsentiert heute sowohl im Magazin als auch im Sonntagsblick den Newsroom und da nun alles zentral produziert wird, fassen wir die beiden Titel hier auch zusammen.

Die Sonntagszeitung über die Konkurrenz: Häme und News

Nein, heute gehört die Lektüre der Sonntagszeitung nicht zu den Höhepunkten des Zeitungstages. Spannend aber Hanspeter Bürgins News zum Verkauf der Zürichsee Zeitung; sein Artikel über die Konkurrenz („Weltblatt droht Absturz in die Provinz“) ist dann etwa gar hämisch geraten. Und ein Lehrbeispiel dafür, wie es einem gehen kann, wenn man zitiert wird. Da heisst es: „Neininger mimt zwar Verständnis für den NZZ – Entscheid, ist aber „stocksauer und frustriert“ wie aus Schaffhausen berichtet wird.“ Da müsste es dann doch heissen: „sei“ statt „ist“. Und die Quelle hätte man auch ganz gern gewusst.

Und die Familie Spuhler kommt auch vor.