Vordergasse 58

Meine wöchentliche Kolumne in den SN

Wer sagt, dass zu grosse Banken für die Schweiz untragbar seien? Falsch geraten! Diese Erkenntnis stammt zum einen von Niklaus Blattner, dem ehemaligen Vizepräsidenten des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, zum anderen erklärt Manuel Ammann, Bankenprofessor an der Universität St. Gallen: «Bankenkolosse haben keine Zukunft, weil diese schwer führbar, nicht effizient und ein volkswirtschaftliches Klumpenrisiko sind.»

Der neue amerikanische Präsident Obama tut, was er versprach: Er stockt die Truppen in Afghanistan massiv auf und zwingt die (deutschen) Verbündeten, weitere Soldaten in den Kampf gegen den Terror zu senden. Und die USA erpressen in der Nach-Bush-Ära (einen willfährigen) Bundesrat sowie eine (katastrophal agierende) UBS und versuchen, das Bankgeheimnis zu durchlöchern.

Kurz und unkommentiert stand folgende Nachricht in (nur wenigen) Schweizer Zeitungen: «Die Hamas hat während und nach der israelischen Offensive im Gazastreifen laut Amnesty International mehr als 20 Personen getötet und weitere foltern lassen.»

Die gute Meldung der Woche: Noch nie hat die Zürcher Zentralbibliothek so viele Bücher ausgeliehen wie im vergangenen Jahr: Es waren 550 000.

Die Thurgauer stimmen über ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen ab, und sie sollten vorher noch zur Kenntnis nehmen, dass die Gefahren des Passivrauchens «wohl überschätzt» würden. Dies erklärt der Epidemiologe und Experte für die Schädlichkeit des Rauchens, Sir Richard Peto.

Und dann lasen wir noch folgende Titel: «Swiss-Re-Chefs machen auf positiv» («Tages-Anzeiger»); «Der Finanzplatz mit dem Rücken zur Wand» (NZZ).

Norbert Neininger

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