Die UBS am Sonntag

Zum Glück ein Sonntag, bei dem man getrost zu Hause bleiben und Zeitungen lesen darf. Die Tochter schnappt sich die „Sonntagszeitung“, meine Frau hat die „NZZ am Sonntag“ vor sich und ich beginne heute mit dem „Sonntag“, der von Nummer zu Nummer besser, sprich origineller wird. „Blick“ und „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ liegen (vorläufig) unbeachtet bereit. Ein Seitenblick auf den FAZ-Aufmacher („Super Lehrer dringend gesucht“) bestätigt mir, dass ich nichts verpasse, wenn ich der Reihe nach gehe und das grossformatige Blatt am Schluss (oft erst am Montag) lese. 

Die UBS beherrscht die Titelseiten an diesem Sonntag und ein jeder versucht, der  Skandal-Geschichte einen neuen Aspekt abzugewinnen. Einzig der „Sonntag“ schwimmt da gegen den Strom, Chefredaktor Patrick Müller schreibt unter dem Titel: „Die Amerikaner haben recht“, dass es „nachvollziehbar sei, dass die Steuerbehörden der USA die Kundendaten verlangt“ hätten. Die „Sonntagszeitung“ dreht die Sache andersrum: „Politiker fordern eine starke Postbank“, heisst es dort. Und die NZZ schlagzeilt: „London plant Grossangriff auf Schweizer Bankgeheimnis“.

Zweienhalb lektüregetränkte Stunden später: Einzig Frank Schirrmachers ganzseitiger Leitartikel, in dem er sich gegen die Übernahme des Fernsehens durch die Politik wehrt, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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