Erster Teil der üblichen Sonntagszeitungskritik – der Schluss folgt in den kommenden Tagen.
Zuerst diese Bemerkung: Heute beginnen zwei der Sonntagspublikationen nicht mit Titelseiten, sondern mit BMW-Inseraten: Die Sonntagszeitung und das „Blick“-Magazin. Die Redaktionen haben Platz gemacht, damit BMW die neuen Modelle BMW X1 und den BMW 5er vorstellen kann. Früher, ja früher noch, wäre das undenkbar gewesen, heute – wetten? – gibt es weder Leser- noch andere Proteste. Man ist ja auch in guter Gesellschaft: Der Spiegel hat’s getan und andere – auch renommierte Publikationen – haben’s auch getan. Bei all diesen Sonderwerbeformen gilt vor allem eine Regel: Die Grenze zwischen redaktionellem- und Inserateteil muss für den Leser klar erkennbar sein. Im übrigen haben sich die Verlage zur Einhaltung des so genannten Code of Conduct verpflichtet, dies wird auch von einem Runden Tisch kontrolliert, der aus Chefredaktoren und Vertretern der Werbewirtschaft zusammengesetzt ist.

Irgendwo steht hier ANZEIGE - aber wo?
Nun aber zum Hauptthema der Zeitungskommentatoren heute: Die Minarett-Verbotsinitiative. Da sind sich – wieder einmal – alle einig: Das muss man ablehnen. Und so lesen wir dann beispielsweise im „Sonntagsblick“, wir müssten unsere Werte hochhalten.
Die NZZ am Sonntag legt auf einer Doppelseite die (interessanten) Hintergründe zum Minarett vor. (wird fortgesetzt).

Die Initianten sind "hasserfüllt"...
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Und in einem differenzierten Kommentar fordert Chefredaktor Hannes Britschgi:
