
Das muss man mehrfach lesen, um es wirklich geniessen zu können...
Für einmal keine eigentliche Blattkritik sondern sondern eine Sammlung von Merkwürdigkeiten aus den heute erschienen Sonntagszeitungen, beginnen wir mit der schönsten Trouvaille des Tages (aus der Sonntags Zeitung): “Fermde Straftäter ausweisen wirkt. Studie zeigt: Sie werden in der Schweiz seltener rückfällig als solche, die bleiben dürfen.”
Frank A. Meyer (über den Ringier-Chef Christian Unger sagte: “Ein Journalist, mittlerweile pensioniert, der in Berlin lebt”) sagte über die “Weltwoche”, sie sei ein “rechtsradikales Sektenblatt.”
Frank A. Meyer im Magazin des Blicks...
Und einmal mehr beschäftigt sich Blick-Kolumnist Meyer mit der SVP. Und deren Mitglieder – und vor allem Präsident Brunner – genügen den meyerschen intellektuellen Ansprüchen bei weitem nicht. Also bekommt Toni Brunner die ganze Schärfe des ach so Gebildeten zu spüren. Der Berliner Grossbürger von Ringiers Gnaden gibt dem tumben Toren aus dem Toggenburg Nachhilfeunterricht und erklärt ihm das Wort “Chuzpe.”
Und weil wir schon beim “Blick” sind: Seine Leser – also wir alle – werden uns an die Germanismen gewöhnen müssen, “nackig” haben wir schon gelesen, nun kommt “Randale” dazu.

Germanismen...im Blick
Wir ehrlich sind eigentlich Politiker? Dazu zwei Beispiele: Frau Sommaruga hat – wie sie öffentlich eingestehen musste – ausländischen Pharmaproduzenten unter anderem unterstellt, sie zahlten in der Schweiz keine Steuern. Und was sagt sie dazu dem “Blick”?

Sommaruga...
Sie sagt, ihre Aussage hätte “präzisiert” werden müssen. Was aber wird aus einer falschen Aussage, die man präzisiert? Beispiel zwei: FDP-Präsident Pelli wird von der NZZ am Sonntag gefragt, ob er für den Bundesrat kandidieren wolle und werde. Und was sagt Pelli? Er sagt: “Ich weiss nur, dass ich selber nicht Kandidat zu sein wünsche.” Nun, dann müsste er einfach “Nein” sagen.

Pelli

FAZ
Und noch das Korrigendum des Tages – und zwar aus der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Und dann entdecke ich noch einen neuen Begriff (“Trauerarbeit” kannte ich schon): Erinnerungsarbeit. Wir wärs mit “Denkarbeit”?

Erinnerungsarbeit - hmmm...
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